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Habichtskauz

Habichtskauz 

Die dämmerungs- und nachtaktiven Eulen werden häufig mit dem Waldkauz verwechselt

26.7.2021

Der Habichtskauz ist eine große Eule mit langem, keilförmig abgerundeten, Schwanz. Die Gefiederfarbe ist grau bis graubraun, das Brustgefiederlängs gestreift. Er zeichnet sich auch durch seinen deutlich helleren Gesichtsschleier mit dunklem Rand, sowie relativ kleine, dunkle Augen aus.

Der Habichtskauz wird häufig mit dem Waldkauz verwechselt. Dieser erreicht jedoch nur eine Größe von ca. 2/3 eines Habichtskauzes. Obwohl die Gefiederfarbe sehr ähnlich scheint, besitzt der Waldkauz auch quergestreiftes Brustgefieder – der Habichtskauz hingegen nur Längsstreifung. Des Weiteren ist der Schwanz des Waldkauzes eher kurz und der des Habichtskauzeslang. Der Waldkauz hat keinen ausgeprägten Gesichtsschleier.

Wussten sie schon?

Fakten über Habichtskäuze

Habichtskäuze bewohnen ein Revier von 3-5 km². Sie sind monogam und schon im Alter von ca. 10 Monaten geschlechtsreif. Während der Brutzeit verteidigen sie ihren Nestbereichund ihre Jungen vehement gegen Eindringlinge. Das Brutgeschehen und die Betreuung der kleinen Jungen obliegen ausschließlich dem Weibchen. Es wird während dieser Zeit vom Männchen mit Futter versorgt. Nach dem Verlassen des Nests werden die Jungen noch weitere 2 Monaten von den Eltern versorgt. 

Habichtskäuze sind dämmerungs- und nachtaktiv, während der Jungenaufzucht und im Winter auch tagaktiv. Während der Balz hört man ihren Gesang bei Eintritt der Dämmerung und am frühen Morgen vor Sonnenaufgang. Ihre Territorialrufe ähneln dem Bellen eines Hundes.

Habichtskäuze sind Ansitzjäger. Sie lokalisieren ihre Beute meist akustisch und segeln zum Ergreifen knapp über den Boden. Sie können Beutetiere sogar unter einer 20-30 cm dicken Schneedecke lokalisieren.

Seinen Namen erhielt der Habichtskauz übrigens durch die kräftige Querbänderung auf seinem Schwanz und seinen Flügeln. Diese ähneln denen eines Junghabichts. Genauso gewandt wie ein Habicht, fliegt der Habichtskauz als Waldeule zwischen den Zweigen und Ästen der Bäume hindurch.

Der Habichtskauz bevorzugt Buchenmischwälder und benötigt unbedingt lichte Altholzbestände und Waldlandschaften mit nahrungsreichen Freiflächen, sowie extensiv genutztem Grünland.

Körpermaße

Körpermaße


Größe: 54-61 cm 
Gewicht: 
Männchen: 540-730 g
 
Weibchen: 720-1.200 g
Flügelspannweite:
Männchen: 115 cm

Weibchen: 125 cm

Fortpflanzung

Fortpflanzung


Gelege: 2-3 (max. 7) Eier
Brutbeginn: März/April

Brutdauer: 27-29 Tage

Nestlingsdauer: 34-35 Tage
Brutplätze: Baumhöhlen, ausgefaulte Baumstrünke, verlassene Horste anderer Vögel

Nahrung

Nahrung


Kleinsäuger. 
Hauptsächlich: Wühl- und Waldmäuse, Bilche und Maulwürfe
Seltener: Vögel, Amphibien und Insekten

Vorkommen

In Nordeuropa exisitieren Vorkommen in Skandinavien und dem Baltikum, in Südosteuropa in Italien, Slovenien, Ungarn, der Slowakei und dem Karpatenbogen.
Zusätzlich ist er in Bayern und Tschechien erfolgreich wieder angesiedelt worden.

In Österreich existieren sporadische Vorkommen in Grenzgebieten zu Italien, Slowenien und Tschechien. Es läuft ein Wiederansiedelungsprogramm im Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein. 

Seit 2007 wird versucht, diese in Österreich ausgestorbene Eule wieder anzusiedeln. Durch die Ausweisung von Schutzgebieten und die sukzessive Umstellung auf nachhaltige Waldbewirtschaftung haben sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz in den letzten Jahren wieder verbessert. In den beiden für die Wiederansiedelung ausgewählten Schutzgebieten, dem Biosphärenpark Wienerwald und dem Wildnisgebiet Dürrenstein, wurden in den letzten Jahren regelmäßig nachgezüchtete Jungtiere aus dem Verein Eulen- und Greifvogelschutz freigelassen. Die Eulen fanden sich in ihrem neuen Lebensraum so gut zurecht, dass es mittlerweile wieder mehrere Brutpaare im Freiland gibt, die erfolgreich ihre Jungen großziehen.

Trotzdem gibt es weiterhin Bedrohungen für den Habichtskauz. Straßenverkehr stellt für Habichtskäuze, ebenso wie Kollisionen mit Stromleitungen und Zäunen, ein Problem dar. Illegale Abschüsse sind ebenfalls problematisch, da sich Habichtskäuze sehr vertraut verhalten und erst flüchten, wenn sich der Beobachter auf wenige Meter nähert.

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