Spenden
Verletzter Igel

Rasenroboter: Gefahr für Tiere im Garten

Gartengeräte und insbesondere Mähroboter stellen für viele Tiere eine Gefahr dar 

23.8.2021

Rasenroboter nehmen uns Menschen die ungeliebte Aufgabe des Rasenmähens ab und arbeiten obendrein wesentlich exakter. Leider sind sie für viele Wildtiere, aber auch für neugierige Heimtiere mitunter eine tödliche Gefahr.

Die Hersteller der Roboter arbeiten zwar stetig an einer Verbesserung der Sensoren an den Robotern, trotzdem kommt es regelmäßig zu – teils tödlichen - Schnittverletzungen von Tieren. Gerade Igel trifft es sehr oft: Sie flüchten nicht, sondern rollen sich bei Gefahr ein. Daher sind sie immer wieder Opfer der Mähgeräte. Entweder sie verenden gleich oder sie tragen so schwere Verletzungen davon, dass man sie nach dem Unfall besser von ihrem Leiden erlöst – sofern man sie findet.

Verwundeter Igel

Dieser Igel konnte leider nur mehr von seinem Leiden erlöst werden

Auch Insekten und Amphibien sind häufige Opfer von Rasenrobotern, besonders wenn man diese in der Nacht arbeiten lässt. Sie fehlen dann dem funktionierenden Ökosystem in der Natur.

Nicht zuletzt können diese Roboter auch für unsere Heimtiere gefährlich werden. Hund, Katze und Co. sollte man keinesfalls in den Garten lassen, wenn der Roboter läuft.

Gefahren lauern aber auch durch andere technische Geräte im Garten: Besonders hervorzuheben sind Motorsensen oder Fadenmäher. Diese werde häufig genau dort eingesetzt, wo Igel und andere Wildtiere ihre Verstecke haben, nämlich im dichten Unterwuchs unter Büschen und Sträuchern und an Rasenrändern. Bitte unbedingt genau kontrollieren, ob sich ein Tier im hohen Gras aufhält, bevor solche Geräte eingesetzt werden.

Wir empfehlen Tierliebhabern deshalb, entweder auf Rasenroboter und andere gefährliche Gartengeräte zu verzichten oder diese nur im Rahmen einer gewissen persönlichen Aufsicht einzusetzen: Am besten ist es, den Roboter nur unter Beobachtung untertags zu nutzen. Bevor man ihn oder eine Motorsense benutzt, sollte man die Wiese und die Wiesenränder genau absuchen und Heimtiere keinesfalls in den Garten lassen. Das Beste aus Tierschutz- und Naturschutzsicht wäre es natürlich, einen naturnahen Garten zu haben, in dem Vögel und kleine Wildtiere Nahrung und Schutz finden.

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Suche