Schwan

Füttern von Enten und Schwänen

Das Füttern von Enten und Schwänen ist zwar beliebt, kann aber häufig schädlich sein

17.8.2021

Heimische Wasservögel sind an die Lebensbedingungen in unseren Breiten hervorragend angepasst und benötigen im Normalfall keine zusätzlichen Futtermittel. Selbst im Winter können sie unter der Wasseroberfläche nach Wasserpflanzen suchen und weichen bei einer durchgehenden Eisdecke entweder großräumig in wärmere Gegenden aus oder suchen gezielt eisfreie Fließgewässer auf.

Stockente

Stockente

Wissenswertes

Massenansammlungen verursachen Stress   

Werden Wasservögel regelmäßig an bestimmten Standorten gefüttert, gewöhnen sie sich rasch an diese Futterquelle und bilden dort große Ansammlungen. Diese führen zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko und fördern Kämpfe durch Futterkonkurrenz.

Gesundheitsgefährdung durch unsachgemäße Fütterung

Die sehr beliebte Fütterung mit Brot und anderen Speiseresten stellt für die Tiere kein vollwertiges Futter dar und kann zu Verdauungsproblemen und anderen Krankheiten führen. Vor allem schimmelige Brotreste sind eine ernste Gefahr für alle Vögel.

Umweltbelastung

Wildente

Übermäßiges Füttern beeinträchtigt die Wasserqualität und lockt ungebetene Gäste, wie z.B. Ratten, an. Diese werden dann in groß angelegten Vergiftungsaktionen bekämpft, was den Tod vieler anderer Beutegreifer nach sich zieht.

Fütterung kann in Ausnahmefällen notwendig sein

Höckerschwäne sind keine ursprünglich in Österreich heimische Art. Sie wurden als sogenanntes „Parkgeflügel“ ausgesetzt und vermehren sich inzwischen in großer Zahl. Sie haben sich sehr gut an die Bedingungen in Mitteleuropa angepasst und nutzen im Winter immer häufiger Feldfrüchte, wie z.B. Raps, für ihre Ernährung.
Diese Schwäne können jedoch bei langen Frostperioden und bei Schneelage durch Konzentration auf oft nur noch sehr kleine eisfreie Wasserstellen in Not geraten und sollten dann mit geeignetem Futter versorgt werden.

Wie füttere ich richtig?

Wie oben schon erwähnt, ist Brot kein vollwertiges Futter für Wasservögel. Es sollte höchstens als Leckerbissen in kleinen Mengen, und dann in kleine schnabelgerechte Stücke geschnitten, verfüttert werden. Gut geeignete Futtermittel sind vor allem Mais und andere Getreidekörner, Getreideflocken, Salat oder handelsübliches Entenfutter.
Füttern Sie im Flachwasser oder am Ufer des Gewässers, damit das Futter nicht ungenutzt absinkt. Entenfutter in Pelletsform ist meist so leicht, dass es auf der Wasseroberfläche schwimmend angeboten werden kann.

Füttern Sie immer nur so viel, wie von den Vögeln sofort aufgefressen werden kann.

Wasservögel werden außerdem vielerorts von offiziellen Stellen mit Futter versorgt und sind deshalb nicht auf private Fütterungen angewiesen. Vor allem verhängte Fütterungsverbote sollten unbedingt beachtet werden.

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