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  • Künstliches Schwalbennest

    Künstliches Schwalbennest © EGS

     

    Schwalben bauen kunstvolle Nester aus Lehm. Diese befestigen Mehlschwalben unter Dachvorsprüngen, während Rauchschwalben gerne im Inneren von Stallungen brüten. Für die Aufzucht ihrer Jungen haben Schwalben einen hohen Bedarf an Insekten, die sie in der Nähe von Vieh-Haltungen oder in großen Feuchtgebieten finden.

    Leider haben Schwalben in unserer aufgeräumten Landschaft oft Schwierigkeiten geigneten Baustoff für ihre Nester zu finden. Zur Unterstützung kann man ihnen eine offene Lehmpfütze, die immer feucht gehalten werden muss, anbieten. Ist das nicht möglich, werden auch Kunstnester von den Vögeln gerne angenommen. Bitte beim Bau auf die unterschiedlichen Einflugöffnungen für Mehl- und Rauchschwalben achten!

    Die Nester müssen unbedingt in der Nähe von ausreichendem Nahrungsangebot angebracht werden. Da Schwalben Koloniebrüter sind, fühlen sie sich am wohlsten, wenn mehrere Nester nebeneinander aufgehängt werden. Um den Untergrund vor herabfallendem Kot zu schützen, empfiehlt es sich ca. 50cm unter jedem Nest ein ca. 30cm breites Brett an der Wand anzubringen. 

     

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    Nistkasten für Singvögel, die in Höhlen brüten

    Nistkasten Höhlenbrüter © EGS

     

    Dieser Höhlenbrüternistkasten eignet sich für verschiedene kleine Singvogelarten, die ihre Nester normalerweise in geschlossenen Nisthöhlen, z.B. in Bäumen, anlegen. Da alte Bäume mit geeigneten Nesthöhlen in unseren Breiten häufig fehlen, ist es sinnvoll als Ersatz dafür Nistkästen anzubieten. Diese werden in ca. 2-3m Höhe in Bäumen befestigt. Das Einflugloch sollten nicht zur Wetterseite gerichtet sein. Je nach Größe und Form des Einflugloches, wird der Nistkasten von verschiedenen Vogelarten bezogen. Eine Auflistung der Größen findet sich auf dem Bauplan. Um die Bewohner des Kastens vor ungebetenen Eindringlingen und Nesträubern zu schützen, kann das Einflugloch auch mit einer Blech-Ummantelung versehen werden. So kann kein Specht oder Nager das Loch vergrößern, um sich Eingang zu verschaffen.

    Z. B. der Wendehals baut selber kein Nest, daher ist es sinnvoll seinen Nistkasten mit einer ca. 5cm dicken Schicht feiner Holzschnitzel auszustatten. Singvögel bringen ihr Nestmaterial selber in die Höhle.

    Singvögel haben in ihren Revieren meist mehrere Nesthöhlen, die sie von Jahr zu Jahr abwechselnd benutzen. Das vermindert den Parasitendruck auf die Jungvögel. Daher ist es sinnvoll mehrere Nistkästen für die gleiche Art in einem Garten anzubringen. Bei starkem Parasitenbefall ist es notwendig den Nistkasten zu leeren und mit heißem Wasser zu reinigen. Das sollte im Winter geschehen, um die Brut nicht zu stören. Nach der Reinigung den Nistkasten wieder an seinen Platz hängen, da er auch im Winter als geschützter Rastplatz genutzt wird.

     

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    Dohlen Nistkasten

    Nistkasten Dohlen © EGS

     

    Um die Wohnungsnot der Dohlen zu mildern kann man im Garten oder an Gebäuden spezielle Nistkästen aufhängen. Dohlen sind Koloniebrüter und fühlen sich besonders dort wohl, wo sie gemeinsam mit Artgenossen eine Brutmöglichkeit vorfinden. Das Nest wird von ihnen sehr sorgfältig aus Ästen und Lehm in den Nistkasten hineingebaut.

    Anbringung:
    In mindestens 4m Höhe nebeneinander an Gebäuden oder Bäumen aufgehängt, bieten mehrere Kästen einer Kolonie Platz.
    Für die Montage am Baumstamm eine Leiste (siehe Bauplan) an die Rückwand des Kastens schrauben und diese mit starken Nägeln (halten erfahrungsgemäß länger als Schrauben) am Baum fixieren. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, SO oder O eignen sich am besten.

    Wichtig ist auch, die Nistkästen möglichst unzugänglich für Marder aufzuhängen. Einzel stehende Bäume können mit einer glatten Blechmanschette ausgestattet werden. Das hindert Marder und andere Beutegreifer am Hochklettern. An Hauswänden sollte der Abstand des Nistkastens zum Giebel oder Dachrand mindestens 100 cm betragen.

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    Mauersegler Nistkasten

    Nistkasten Mauersegler © EGS

     

    Mauersegler verbringen ihr ganzes Leben in der Luft. Sie kommen nicht einmal zum Schlafen auf den Boden, einzig zur Brut und Aufzucht ihrer Jungen lassen sie sich in hoch gelegenen Nischen nieder. In alten Gebäuden finden sie viele dieser Nischen. Leider werden bei Renovierungsarbeiten Löcher und Nischen an den Fassaden meist verschlossen oder Taubenabwehr-Maßnahmen angebracht, sodass der Mauersegler seine Brutmöglichkeit verliert. Deshalb nehmen die Vögel gerne Nistkästen als sichere Quartiere für ihre Brut an.

    Diese müssen auf einem Gebäude möglichst hoch (mindestens 6m) angebracht werden. Da Mauersegler in Kolonien brüten ist es notwendig mindestens 3 Kästen, besser mehr, aufzuhängen. Gut geeignet für die Montage sind geschützte Wandbereiche unter der Dachtraufe, Fensternischen oder überdachte Balkone. Unterhalb des Nistkastens muss eine freier Flugraum für den An- und Abflug vorhanden sein.

     

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