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    Heuschrecke auf Sonnenblume. © VIER PFOTEN
    Schmetterling auf Blume. © VIER PFOTEN
    Amselnest in Strauch. © VIER PFOTEN
    Igel im Garten. © VIER PFOTEN
    Brombeer-Hecken sind ideale Verstecke. © VIER PFOTEN
     

    Durch Verbauung und Zersiedelung von Naturräumen und die industrielle Landwirtschaft, verlieren immer mehr Tiere und Pflanzen ihre Lebensräume. Aus diesem Grund werden Gärten und Parks für viele Tierarten zunehmend wichtigere Rückzugsorte.

    Was kann man tun, um einen Garten zu einem Lebensraum für Wildtiere zu machen?

    Keine exotischen Ziergehölze pflanzen

    Schon bei der Bepflanzung von Gärten sollte man beachten Pflanzenarten zu verwenden, die an unser Klima und unsere Tierwelt angepasst sind. Diese heimischen Gewächse benötigen für ein gesundes Wachstum zumeist keine giftigen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel. Sie bilden Blüten, Beeren, Früchte oder Samen, an die unserer Tierwelt angepasst ist und somit eine willkommene Nahrung.

    Beispiele für attraktive Futterpflanzen sind: Holunder, Weißdorn, Liguster, Eberesche, Feuerdorn, Cotoneaster, Berberitze, Hasel, Efeu, Mispel, heimischen Laub- und Nadelbäume, wie z.B.: Eiche, Ahorn, Buche, Weide, Birke, Fichte, Eibe, Tanne oder Lärche. Alle diese Bäume und Sträucher sind wunderschön anzusehen und verschiedene Obstbäume und Beerensträucher, wie Himbeere, Brombeere, Stachel- und Johannisbeere, liefern auch uns Menschen köstliche Naschereien. Und wenn man im Herbst nicht alles Obst aus dem Garten entfernt, finden unsere Vögel eine wertvolle Winternahrung.

    Sträucher wachsen lassen

    Hecken und Büsche liefern viel mehr Beeren und Unterschlupfmöglichkeiten, wenn sie ungehindert wachsen dürfen. Bei zu starkem Schnitt bilden viele Beerensträucher keine Früchte mehr. Wenn ein Schnitt unbedingt notwendig ist, sollte dieser nicht im Frühjahr oder Sommer durchgeführt werden, da dies die Hauptbrutzeit von Vögeln ist. Bei Baumschnittarbeiten im Winter unbedingt auf überwinternde Tiere, wie z.B. Fledermäuse, achten.

    Blumenwiesen sind wichtige Lebensräume

    Eine Blumenwiese ist in jedem Garten eine Augenweide und lockert Rasenflächen auf. Schmetterlinge, Bienen und viele anderen Insektenarten profitieren davon und somit auch unsere Vogelwelt.

    „Wilde Ecken“ im Garten zulassen

    Wichtig, besonders für Jungvögel die frisch aus dem Nest geflogen sind, ist eine sichere Zuflucht, um sich vor Beutegreifern in Sicherheit bringen zu können. Leider bieten aufgeräumte Gärten, die nur aus Rasenfläche und Thujenhecke bestehen, nur scheinbar sichere Verstecke. Altvögel lotsen ihre Jungen gerne unter stachelige Hecken oder in ein Brennnessel-Dickicht. Dort sind sie vor Verfolgern sicher. Brennesseln sind zwar bei uns Menschen nicht sehr beliebt, für die Tierwelt aber von hohem Nutzen. Die Raupen von ca. 50 Schmetterlingsarten nutzen die Brennnessel als Futterpflanze, einige, wie z.B. das Tagpfauenauge, ernähren sich fast ausschließlich von dieser Pflanze.

    Reisighaufen anlegen

    Igel beziehen ihre Quartiere gerne unter Reisig-, Laub- oder Holzhaufen und finden dort sowohl Platz um ihre Jungen großzuziehen, als auch zum Überwintern. Ebenso bieten solche Haufen willkommenen Lebensraum für viele andere Kleintiere und sollten deshalb in einem Naturgarten niemals verbrannt, sondern besser kompostiert werden. Im Herbst sollte das Laub zumindest unter Büschen liegen bleiben. Viele Insekten leben darunter und sind wichtige Nahrung für Vögel und Igel.

    Gartenteich als Trinkwasserquelle

    Ein Gartenteich, auch wenn er noch so klein ist, stellt wichtiges Trinkwasser zur Verfügung, das für Tiere gesünder und gefahrloser erreichbar ist als Chlor versetztes Wasser aus einem Swimming-Pool. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Ränder des Teiches flach und gut strukturiert sind. Größere Teiche, die eine Mindesttiefe von 1m haben, frieren in unseren Breiten nicht vollständig zu. Somit können Wassertiere an tiefen Stellen überwintern.

    Sonnenplätze mit Versteckmöglichkeiten

    Natursteinmauern bieten vielen Kleintieren, wie z.B. Eidechsen, geschützte Plätze für ein Sonnenbad und dienen mit ihren Ritzen und Spalten gleichzeitig als wichtiges Versteck. Ein Steinhaufen aus unterschiedlich großen Steinen in einer sonnigen Ecke des Gartens hat eine ähnliche Funktion und ist leicht einzurichten.

    Keine Gifte verwenden

    Oft entsteht Lebensraum für Tiere und Pflanzen alleine durch das Zulassen von ein wenig „Unordnung“ im Garten. Die Natur sorgt selbst für ein Gleichgewicht aus Nützlingen und Schädlingen, in das wir Menschen nur selten eingreifen müssen.

    Verzichten Sie deshalb auf den Einsatz von synthetischen Insektiziden oder Pflanzenschutzmitteln. Diese zerstören tiefgreifend die natürlichen Abläufe in einem Garten und vernichten viele Leben.