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    Unsere Bartgeier bekommen Nachwuchs

    12.02.2020
    Rechtzeitig zum Valentinstag, dem Fest der Liebe, war auch in einem unserer Bartgeierhorste in den letzten Tagen Flirten angesagt: und das erste Ei heuer wurde gelegt.

    Das Bartgeier Paar bei Liebesbekundungen. © VIER PFOTEN

    Über eine Überwachungskamera konnten wir in den letzten Tagen eines unserer Bartgeier-Pärchen beim gegenseitigen Kraulen und anderen Liebesbezeugungen beobachten. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten: Das Weibchen hat vor kurzem ein Ei gelegt.

    Der stolze künftige Papa ist ganz begeistert und teilt sich das Brutgeschäft gerecht mit seiner Frau. Es wird etwa 54 Tage dauern, bis dann hoffentlich ein Bartgeierküken schlüpft. Über die Kamera ist auch zu sehen, dass beide Eltern sehr engagiert sind und äußerst achtsam mit dem Ei umgehen. Aus menschlicher Sicht übrigens sehr romantisch: Ein Bartgeierpaar bleibt ein Leben lang zusammen.

    Wir achten natürlich streng darauf, uns den Tieren nicht zu nähern, um jede Fehlprägung auf den Menschen zu verhindern. Über die Kamera können wir aber jede Entwicklung verfolgen.

    Unser wissenschaftlicher Leiter Dr. Hans Frey ist Mitinitiator des internationalen Bartgeier-Wiederansiedlungsprojekts: Eine artgerechte Aufzucht ist sehr wichtig, um später körperlich und geistig gesunde Vögel zu erhalten, die sich nach ihrer Freilassung problemlos in der Natur zurechtfinden. Wir übernehmen auch immer wieder Jungvögel zur Aufzucht aus Zoos, die ebenfalls am Bartgeierprojekt teilnehmen, wenn es dort doppelten Nachwuchs gibt. Sie werden dann von Bartgeier-Ammen aufgezogen.

    Seit Beginn des Bartgeierprojektes wurde schon mehr als 200 Bartgeier in Haringsee geboren oder aufgezogen. Ein Großteil der Jungvögel wurde an verschiedenen Standorten in den Alpen oder in Andalusien freigelassen. Auch der Jungvogel im Ei wird im Rahmen des Bartgeier-Wiederansiedelungsprojektes ausgewildert. In welchem europäischen Gebirge das sein wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten.