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    Turmfalkenbaby Theo wurde gerettet

    09.07.2019
    Glück im Unglück hatte das Turmfalkenbaby Theo. Es ist in Breitstetten/Niederösterreich aus seinem Nest in einen Garten gefallen und konnte glücklicherweise unverletzt von den Hauseigentümern geborgen werden.

    Der Turmfalken Nestling in der EGS Haringsee. © VIER PFOTEN

    Turmfalke Theo wird nun von Ammeneltern groß gezogen. © VIER PFOTEN

     

    Der Kleine ist noch ein so genannter Nestling, der außerhalb des Nestes nicht überleben könnte. Leider war es nicht möglich, ihn wieder zurück ins Nest zu setzten, da es unerreichbar hoch auf einem Baum war. Die Hausbesitzer haben ihn daher zu uns gebracht.

    Der kleine Theo wird nun von einem Turmfalken-Ammenpaar großgezogen, wie es bei uns gängige Praxis ist, damit die Tiere nicht auf den Menschen fehlgeprägt werden. Nur so können sie später wieder ausgewildert werden.

    Jährlich ziehen wir so ca. 100 junge Turmfalkenfindlinge auf, heuer sind es bislang schon 60.

    Da Turmfalken keine eigenen Nester bauen können, verwenden sie oft verlassenen Nester anderer Vögel, um ihre Jungen aufzuziehen. Diese Nester sind oft nicht mehr so stabil und zerbröseln bei starkem Wind oder wenn die Jungen im Nest zu klettern beginnen.

    Auch im städtischen Bereich, wo Turmfalken gerne in Hausnischen brüten, fallen Jungvögel sehr häufig zu Boden. Wenn sie schon völlig befiedert sind und an Orten sitzen, wo sie von ihren Eltern weiter betreut werden können, kann man die Kleinen dort lassen. Auf Straßen, Gehwegen oder anderen stark von Menschen frequentierten Orten müssen sie jedoch geborgen werden. Die Turmfalkeneltern würden sich nicht zu ihrem Jungtier trauen, um ihm Futter zu bringen; die Kleinen müssten unweigerlich verhungern.

    Um Turmfalken bei der Aufzucht ihrer Jungen zu unterstützen, ist es sinnvoll, Nistkästen anzubringen. Auf unserer Website gibt es dazu auch eine Anleitung.