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  • 9.4.2020 Ein Waldkauz-Baby ist das erste gerettete Jungtier der Saison 2020 in der EGS Haringsee

    Als Nestling von Spaziergängern in Neuwaldegg in Wien gefunden

    Waldkauz Baby Ilvy in Haringsee. © VIER PFOTEN
    Waldkauz Nestling nach Rettung in der EGS. © VIER PFOTEN
    Wachsen, fressen und schlafen ist jetzt wichtig. © VIER PFOTEN
     

    Haringsee, 9. April 2020  Eine Flauschkugel, die in eine Hand passt – das ist das Waldkauz-Baby, das vor kurzem in die von VIER PFOTEN geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) kam. Spaziergänger in Neuwaldegg im Wienerwald hatten es am Boden liegend gefunden und die EGS kontaktiert. Das Käuzchen wurde vom EGS-Team Ilvi genannt und ist das erste Jungtier der Saison 2020, die jetzt im Frühling beginnt. Es wird jetzt von Ammeneltern derselben Tierart aufgezogen, um die schädliche Handaufzucht zu vermeiden. So kann Ilvi schließlich auch wieder in die Natur entlassen werden, sobald sie selbst überleben kann.

    „Die Finder haben zuerst ein Bild des Kleinen an die Mitarbeiter der EGS geschickt. So konnten wir sicher sagen, dass der Kauz noch ein sogenannter Nestling ist. Das heißt, er kann noch nicht alleine außerhalb des Nests bleiben“, erklärt VIER PFOTEN Expertin Brigitte Kopetzky. „Im Gegensatz dazu macht ein Ästling draußen bereits erste Erkundungen – immer unter Aufsicht der Eltern.“

    Das Nest von Ilvis Eltern wurde leider nicht gefunden, daher konnte die kleine Eule auch nicht zurück gesetzt werden. Daher war in diesem Fall die Rettung richtig und notwendig, betont Kopetzky.

    Jedes Jahr werden nämlich sehr viele junge Wildtiere, die eigentlich keine Hilfe bräuchten, unnötig "eingesammelt" und in Wildtierstationen und Tierheime gebracht.

    „Wenn man in der Natur ein scheinbar verlassenes und nicht offensichtlich verletztes junges Wildtier findet, dann sollte man unbedingt eine Wildtierstation in der Nähe um Rat bitten, bevor man das Tier angreift oder gar mitnimmt“, appelliert Brigitte Kopetzky.

    Die wichtigsten Tipps dazu finden Interessierte auf der Website der EGS: https://www.eulen-greifvogelstation.at/erste-hilfe-fuer-wildtiere/haende-weg-von-jungtieren-die-keine-hilfe-brauchen/

    In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte im Jahr 2019 1.851 Tieren geholfen werden. Alle jungen Eulen und Greifvögel wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen. Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Sumpfschildkröten, Igel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.

    Wenn Sie die Arbeit der EGS unterstützen möchten, dann können Sie hier spenden: http://www.eulen-greifvogelstation.at/spenden/

    Mehr Informationen zur EGS finden Sie auf:

    www.eulen-greifvogelstation.at  oder jeweils aktuell auf

    https://www.facebook.com/eulengreifvogelstation/