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  • 6.11.2018 Sumpfohreule „Lucky“ hatte Riesenglück

    Unterarm gebrochen: Gefunden und in EGS Haringsee auf Reha gebracht

    Portrait der verletzten Sumpfohreule. © VIER PFOTEN
    Die Sumpfohreule in ihrer Krankenbox in der EGS Haringsee. © VIER PFOTEN
    Sumpfohreule mit gebrochenem Flügel. © VIER PFOTEN
     

    Haringsee, 6. November 2018  Ein Riesenglück hatte eine Sumpfohreule in Korneuburg: Eine Hausbesitzerin, die lediglich einmal pro Woche zum Rasenmähen in ihr Haus kommt, fand das Tier flugunfähig, mit gebrochenem Unterarm, im Garten. Sie verständigte die von VIER PFOTEN geführte Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee.

    „EGS-Leiter Dr. Hans Frey hat die Eule geborgen und zunächst zur Erstbehandlung auf die Veterinärmedizinische Universität gebracht. Danach kam sie direkt in die EGS zur Rehabilitation“, erzählt VIER PFOTEN Expertin Brigitte Kopetzky.

    Warum die Sumpfohreule vom EGS-Team „Lucky“ genannt wurde? „Die Sache hätte schlimm ausgehen können“, erklärt Kopetzky. „Eulen die nicht fliegen können, verhungern nämlich relativ schnell. Nun erholt sich die schöne Lucky hier in Haringsee aber erfreulicherweise sehr rasch von ihrem Unfall.“ Langfristig soll Lucky wieder in die Natur entlassen werden. „Diesen Winter wird sie allerdings noch als Gast in der EGS verbringen“, so Kopetzky.

    Sumpfohreulen sind seltene Gäste in der EGS Haringsee und jetzt gerade auf dem Zug ins Mittelmeergebiet. Manche fliegen sogar bis nach Afrika. Ihr Lebensraum sind offenen baumlose Landschaften mit niedriger Vegetation. In Österreich kommt die Sumpfohreule als Brutvogel im Burgenland vor. Während der Vogelzug-Zeit kann man sie im ganzen Land finden.

    In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte im Jahr 2017 1.794 Tieren geholfen werden. Alle jungen Eulen und Greifvögel wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen. Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Sumpfschildkröten, Igel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.

    Wenn Sie die Arbeit der EGS unterstützen möchten, dann können Sie hier spenden: http://www.eulen-greifvogelstation.at/spenden/ 

    Mehr Informationen zur EGS finden Sie auf:

    www.eulen-greifvogelstation.at  oder jeweils aktuell auf

    https://www.facebook.com/eulengreifvogelstation/