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  • 11.7.2018 Igel-Wahnsinn in der EGS: Maxi und seine fünf Geschwisterchen wuseln um die Wette

    Im Jahr 2018 schon über 50 der kleinen Stacheltiere aufgenommen

    Jungigel Maxi und seine Geschwister. © VIER PFOTEN
    Maxi, der kleine gerettete Igel. © VIER PFOTEN
    Junge Igel in der EGS Haringsee. © VIER PFOTEN
    Die Jungigel werden auf ihre Auswilderung vorbereitet. © VIER PFOTEN

    Haringsee, 11. Juli 2018  In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) wuselt es derzeit gewaltig. Sechs kleine Igel-Waisen halten das Team um EGS-Leiter Dr. Hans Frey ganz schön auf Trab. Eine aufmerksame Gartenbesitzerin aus Fuchsenbigl/NÖ hatte die stacheligen Geschwister, alleine oder zu zweit, an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gefunden, sie irrten immer ohne die Mutter herum. Sie brachte sie schließlich der Reihe nach in die EGS.  

    „Vor allem der zuletzt gefundene der sechs Geschwister war schon sehr geschwächt und ausgehungert. Er konnte wirklich in letzter Minute gerettet werden“, erzählt VIER PFOTEN Expertin Brigitte Kopetzky. „Wir haben ihn Maxi genannt.“ Maxi und seine Rasselbande werden nun von den EGS-Pflegern aufgepäppelt, bis sie groß und stark genug sind, um in die Freiheit entlassen zu werden.

    In diesem Jahr wurden bislang auffällig viele verwaiste Jungigel in der EGS gepflegt, berichtet Kopetzky: „Wir haben schon über 50 der kleinen Stacheltiere aufgenommen, das ist ein neuer Rekord.“

    Igel verlassen ihr Nest ohne Mutter erst ab einem Alter von ca. drei bis vier Wochen. Sie haben dann ca. 180-200g und finden den Weg zurück ins Nest auch ohne menschliche Hilfe.

    „Deutlich kleinere Igel, die alleine gefunden werden, sind oft verwaist und verzweifelt auf der Suche nach ihrer Mutter – wie es eben auch bei Maxi und seinen Geschwistern der Fall war“, erklärt Kopetzky. Auch kleine Igel, die verletzt sind oder einen kranken, geschwächten Eindruck machen, benötigen menschliche Hilfe.

    Die Haupttodesursache für Igelmütter sind übrigens der Straßenverkehr oder Gift in Garten und Feldern.

    Tipps, in welchen Fällen und wie man Igel helfen soll, können Interessierte auf der Homepage der EGS nachlesen: https://www.eulen-greifvogelstation.at/erste-hilfe-fuer-wildtiere/erstversorgung-igel/

     

    In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte im Jahr 2017 1.794 Tieren geholfen werden. Alle jungen Eulen und Greifvögel wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen. Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Sumpfschildkröten, Igel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.

    Wenn Sie die Arbeit der EGS unterstützen möchten, dann können Sie hier spenden: http://www.eulen-greifvogelstation.at/spenden/ 

    Mehr Informationen zur EGS finden Sie auf:

    www.eulen-greifvogelstation.at  oder jeweils aktuell auf

    https://www.facebook.com/eulengreifvogelstation/