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  • Hände weg von Jungtieren, die keine Hilfe brauchen!

    Junger Waldohreulen Ästling © EGS

    Bitte rufen Sie uns für individuelle Hilfestellung an; wir helfen Ihnen, die Situation einzuschätzen.

    Ein Jungtier braucht nur menschliche Hilfe wenn

    • Die Mutter nachweislich verunglückt ist.
    • Das Jungtier sichtbar verletzt ist.
    • Das Jungtier an einer gefährlichen Stelle – zum Beispiel einer Straße - sitzt und es keine Möglichkeit gibt, das Kleine an einen sicheren Ort in der Nähe zu setzen.


    In den seltensten Fällen sind Jungtiere wirklich verwaist
    Ein scheinbar hilfloses Jungtier in der Wiese oder im Feld sitzen zu sehen, weckt das Bedürfnis, dieses verlassene Wesen zu retten.

    Zur Strategie vieler Tierarten gehört es aber, ihre Jungen an einer sicheren Stelle abzulegen, um sie vor Fressfeinden besser zu verbergen. Junge Rehe oder Feldhasen verbringen den ganzen Tag in ihrem Versteck. Die Mutter ist währenddessen in der Nähe auf Futtersuche und kommt nur wenige Male am Tag zu ihrem Jungen, um es zu säugen. Sollten Sie ein junges Reh oder einen jungen Feldhasen finden, heißt also die oberste Devise "Finger weg!".
     
    Menschliche Berührung ist kein Grund, das Tier mitzunehmen
    Wenn  das Jungtier schon berührt wurde – sei es durch Ihren Hund oder eine unwissende Person – ist das KEIN Grund, das Kleine mitzunehmen. Der Mutterinstinkt ist viel zu groß, als dass Mütter ihre Jungen verstoßen würden.  

    Jede Berührung bedeutet Todesangst und Stress
    Allerdings bedeutet jede menschliche Berührung enormen Stress und Todesangst für Wildtiere. Legen sie also das Jungtier sofort zurück in sein Versteck, und dann nichts wie weg, um einer artgerechten Versorgung des Jungen durch seine Mutter nicht im Wege zu stehen.

    Die Wildtiermutter kann niemand ersetzen
    Die späteren Überlebenschancen eines Jungtieres, das von seiner Mutter aufgezogen wurde, sind immer noch die besten.

    Jungvogelästlinge am Boden dürfen nur in Ausnahmefällen gerettet werden
    Ähnlich verhält es sich auch mit jungen Eulen, Greifvögeln und vielen Singvögeln. Sie wandern sogar aktiv aus ihren Nestern und sitzen als sogenannte "Ästlinge" auf  Bäumen oder Sträuchern. Manchmal fallen sie bei ihren Kletterversuchen auch auf den Boden. Sie werden in allen Fällen weiter von ihren Eltern versorgt. Eventuell kann man versuchen, den Jungvogel wieder auf einen Ast hinaufzusetzen. Kleinen Eulen gelingt es aber in der Regel selbst, wieder auf einen Baum hinaufzuklettern, während junge Singvögel von ihren Eltern unter dichte Hecken oder Büsche in Sicherheit gelotst werden.