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    Siebenschläfer © VIER PFOTEN
    Siebenschläfer © Stefan Knöpfer

    Bitte rufen Sie uns für individuelle Hilfestellung an; wir helfen Ihnen, die Situation einzuschätzen.

    Siebenschläfer sind scheue, nachtaktive Bilche. Man bekommt sie selten zu Gesicht, meist sieht man sie nur kurz vorbeihuschen, hört sie am Dachboden poltern oder findet ihre Fraßspuren an Nüssen und Früchten. Sie halten sehr lange Winterschlaf, mindestens von Oktober bis April ziehen sie sich in ihre Winterhöhlen zurück. Die Jungtiere kommen relativ spät im Jahr im Juli und August zur Welt.

     

    Siebenschläfer benötigen Hilfe wenn:

    • Jungtiere ohne ihre Mutter am Boden liegend gefunden werden
    • offensichtliche Verletzungen zu sehen sind (z.B. Wunden, hängende oder abstehende Gliedmaßen, u.ä.)
    • sie nicht vor menschlicher Annäherung flüchten und sich leicht fangen lassen

    Achten sie beim Aufnehmen erwachsener Siebenschläfer darauf, dass diese scharfe Zähne haben und zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ziehen Sie sich am besten Handschuhe an oder nehmen Sie ein Tuch zur Hilfe.

    Halten Sie Siebenschläfer niemals am Schwanz fest. Sie können bei Bedrohung ihre Schwanzhaut abstreifen, was zum Absterben des Schwanzes führt!

     

    Erste Hilfe Maßnahmen:

    Ausgekühlte Jungtiere müssen sofort gewärmt werden, am besten zuerst in der hohlen Hand, später mit einer handwarmen Wärmflasche.

    Zum Transport in einen Karton mit kleinen Luftlöchern oder einen Kleintiertransporter mit handwarmer Wärmeflasche und einigen Handtüchern zum Hineinkuscheln geben.

    Die Patienten möglichst schnell zu einem Tierarzt mit Wildtiererfahrung oder in eine kompetente Wildtierauffangstation bringen.

    Die kleinen Bilche haben spezielle Anforderungen bei der Fütterung und Pflege. Auch wenn Siebenschläfer sehr herzig aussehen, muss ihre Aufzucht von Experten übernommen werden!