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  • Erstversorgung Nestling

    Rohrweihen Nestling © EGS

    Bitte rufen Sie uns für individuelle Hilfestellung an; wir helfen Ihnen, die Situation einzuschätzen.

    Nestlinge, die außerhalb ihres Nestes gefunden werden, befinden sich in akuter Lebensgefahr.


    Woran erkenne ich einen Nestling?

    Singvogelnestlinge sind teilweise oder gänzlich unbefiedert. Sie können meist noch nicht auf ihren Beinen stehen und hüpfen nicht herum, wie Ästlinge das schon machen.
    Eulen- oder Greifvogeljunge sind zwar mit einem Federflaum bedeckt, man kann aber bei Nestlingen nach wie vor keine richtigen Federn erkennen. Ästlinge haben trotz ihres immer noch flauschigen Aussehens schon weit entwickelte Schwungfedern an ihren Flügeln. 

    Erste Hilfe

    Unterkühlung vermeiden
    Die größte Gefahr, vor allem für Singvogelnestlinge, ist Unterkühlung. Wärmen Sie Jungvögel zuerst mit Ihren Händen und dann auf einer handwarmen Wärmeflasche auf.

    Nestlinge schnell an eine Wildtierstation übergeben

    Wildvögel benötigen je nach Art Futtermittel, die meist nicht einfach zu besorgen sind.

    Nestlinge nur im Notfall füttern
    In den wenigen Stunden, die der Jungvogel höchstens in ihrer Obhut verbringen sollte, benötigt er kein Futter oder Wasser.

    Bitte versuchen Sie nicht, dem Jungtier flüssige oder feste Nahrung in den Schnabel zu stopfen. Durch Verschlucken kann eine lebensgefährliche Lungenentzündung entstehen.

    Notfallversorgung
    Wenn eine Übergabe an eine Wildtierstation nicht zeitnahe möglich sein sollte, können Sie bettelnden Vögeln im Notfall Folgendes füttern:

    •    Kleinen Singvögeln: Mehlwürmer, frisch getötete Insekten, z.B. Fliegen
    •    Eulen, Greifvögeln und Krähenvögeln: rohes, mageres Rind- oder Hühnerfleisch

    Dieses Futter ist allerdings keinesfalls zur Aufzucht geeignet – schwere Mangelerscheinungen wären die Folge! Er handelt sich nur um eine vorübergehende Notfallfütterung.

    Keinesfalls Hunde- oder Katzenfutter, Milch, Brot, Körner, Vogelfertigfutter oder ähnliches füttern!

    Wasser
    Wasser verabreichen Sie, indem Sie Ihren, mit einem Wassertropfen benetzten Finger, seitlich an den Schnabel des Jungvogels halten. Durch die Kapillarwirkung wird der Wassertropfen in den Schnabel gezogen, und das Junge kann ihn problemlos schlucken. Keinesfalls Wasser in den Schnabel spritzen, da die Gefahr des Verschluckens und einer Lungenentzündung besteht.   

    Fehlprägung auf den Menschen vermeiden
    Ziehen Sie Nestlinge niemals von Hand auf! Jungtiere, die von Artgenossen isoliert groß werden, haben eine irreversible Fehlprägung auf  Menschen. Dadurch wird eine spätere Auswilderung unmöglich. In der EULEN- UND GREIFVOGELSTATION Haringsee gibt es Ammenpaare fast aller heimischen Eulen- und Greifvogelarten, die sich freuen, Jungtiere an Kindesstatt anzunehmen.