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  • Erste Hilfe - erste Schritte

    Gerettet junge Rohrweihen
    © EGS/Stefan Knöpfer

    Bitte rufen Sie uns für individuelle Hilfestellung an; wir helfen Ihnen, die Situation einzuschätzen.


    Wildtiere, die sichtbar verletzt oder geschwächt am Boden sitzen und bei menschlicher Annäherung nicht fliehen können, brauchen unsere Hilfe.

    1.    Sichern sie die Unfallstelle ab

    Wildtiere versuchen auch im verletzten Zustand, vor Menschen zu flüchten. Dabei bringen sie sich in große Gefahr, indem sie z.B. auf eine Straße laufen, in ein Gewässer flüchten oder aus erhöhter Position abstürzen. Holen Sie gegebenenfalls Hilfe anderer Personen.

    2.    Achtung Verletzungsgefahr

    Verletzte Tiere wehren sich mitunter gegen Einfangversuche.

    Ruhiges Vorgehen ist wichtig

    Generell sollte man beim Einfangen von Wildtieren möglichst ruhig vorgehen. In vielen Fällen ist es hilfreich, wenn eine zweite Person das Tier vorne ablenkt und sich der Fänger langsam von hinten nähert.

    Wildtiere können auch vorsichtig in ein Gebäude, an eine Mauer- oder  Zaunecke getrieben werden, um sie besser zu ergreifen.

    Störche und Reiher stoßen mit dem Schnabel zu

    Störche, Reiher, Kormorane und  andere Vögel mit langem spitzen Schnabel können blitzartig zustoßen - vor allem Richtung Auge. Bei diesen Arten muss daher der Kopf gut mit einer Hand fixiert werden.

    Greifvögel und Eulen haben scharfe Krallen
    Greifvögel und Eulen versuchen sich meist mit ihren Krallen zu verteidigen. Für Laien ist es oft am einfachsten, eine Decke oder Jacke über den Vogel zu werfen und ihn so behutsam einzufangen.

    Schwäne schlagen heftig mit Flügel und Schnabel
    Schwäne verteidigen sich oft durch Flügelschlagen. Auch hier bewährt sich eine Decke und das spätere gute Fixieren der Flügel und des Schnabels.
     
    Viele Säugetiere haben scharfe Zähne und schlagen mit den Beinen

    Säugetiere wie Marder, Füchse, Biber, Eichhörnchen, Feldhasen und Kaninchen haben sehr scharfe Zähne und dürfen nur mit dicken Handschuhen oder einer Decke geborgen werden.
    Feldhasen, Kaninchen und Rehe schlagen sehr kräftig mit ihren Beinen. Sie müssen daher gut festgehalten werden.

    3.    Der Transport bedeutet für die Tiere Stress

    Um die Patienten nicht zusätzlich zu verletzen und nicht allzu sehr zu stressen, eignet sich für die meisten Tiere eine Kartonschachtel mit Luftlöchern und einem Handtuch oder Küchenrolle gegen Rutschen als Transportmittel.
    Die Schachtel vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und verhindert das Abstoßen des Gefieders bei Vögeln. Verschließen sie den Karton gut mit Schnur oder Klebeband, um Ausbruchsversuche zu verhindern.

    Tiere, die mit Schnabel oder  Zähnen den Karton zerstören können, sind in einem Katzentransporter besser aufgehoben. Auch diesen mit einem Handtuch auslegen und als Sichtschutz noch ein Handtuch über den Käfig breiten.

    4.    In erfahrene Hände übergeben

    Bringen Sie den Patienten  sofort  in eine geeignete Wildtierstation oder zu einem Wildtier-kompetenten Tierarzt.

     

    Größte Dinglichkeit besteht, wenn Tiere sehr matt sind, z.B. in Ihrem Beisein einschlafen oder nicht selbstständig stehen können, oder wenn sie mit Fliegeneiern oder gar Maden befallen sind.