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  • Jahresrückblick 2020

    Das Team der EULEN- UND GREIFVOGELSTATION Haringsee im Herbst 2020. © VIER PFOTEN

     

    Im Jahr 2020 konnten wir mit Ihrer Hilfe insgesamt 2.196 bedürftige Wildtiere in unserer Station aufnehmen und versorgen!

    931 Pfleglinge wurden erfolgreich wieder freigelassen und 326 dieser aufgenommenen Tiere werden nach wie vor von uns betreut, davon 140 Igelpfleglinge zur Überwinterung. Außerdem wurden 173 weitere Wildtiere aus dem Bestand aus Vorjahren erfolgreich ausgewildert.

    Wir bedanken und ganz herzlich für Ihre Spenden und hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung für unsere Arbeit!

    Täglich neue Geschichte über unsere Arbeit und unsere Pfleglinge finden Sie auf unserer FACEBOOK Seite.

    Hier sind einige Highlights:

     

    Ein sehr geschwächter Eichelhäher wurde von uns aufgepäppelt, nachdem er mit Fäden an seinen Beinchen in einem Kamin in Wien gefunden wurde. Fäden und Schnüre aus nicht verrottendem Material gelangen oft durch Unachtsamkeit in die Umwelt und stellen eine große Gefahr für heimische Wildtiere dar. Um Rauchfänge und Kamine für Wildtiere sicher zu machen, können in Absprache mit dem Rauchfangkehrer, Schutzgitter, Kaminhüte oder andere Aufsätze angebracht werden.

     

     

    Ein junger Schwarzstorch hatte sich völlig ausgehungert im Garten eines Hauses in Elixhausen bei Salzburg aufgehalten. Er kam über Vermittlung des Haus der Natur in Salzburg zu uns. Nachdem wir ihn aufgepäppelt hatten, konnten wir den scheuen Waldbewohner schon bald wieder in die Freiheit entlassen. Schlechte Wetterbedingungen während des beginnenden Abzugs in den Süden haben dem Jungtier die Futtersuche erschwert.

     

     

    Diese junge Waldohreule hatte bei einem ihrer ersten Ausflüge leider das Pech sich den Flügel zu brechen. Die Kleine wurde im Weinviertel in Niederösterreich gefunden und glücklicherweise sofort zu uns gebracht. Wir verpassten der Eule einen Verband und sie musste einige Zeit in ihrer Krankenbox bleiben, bis sie in eine große Voliere übersiedeln konnte. Als die Faktur vollständig ausgeheilt war, konnten wir die junge Eule im Sommer wieder auswildern

     

     

    Diese kleine Flauschkugel namens Ilvy kam im heurigen Frühjahr zu uns. Der kleine Waldkauz wurde von Spaziergängern im Wienerwald am Boden liegend gefunden. Als kleiner Nestling hätte er außerhalb des Nestes keine Überlebenschance gehabt. Die Aufzucht haben Ammeneltern übernommen und wir konnten die Jungeule im Sommer mit ihren Ziehgeschwistern auswildern.

     

     

    Viele junge Singvögel wurden uns im Jahr 2020 gebracht. 

     

     

    Die Aktivistin, Autorin und Podcasterin Madeleine Alizadeh, alias Dariadaria, wurde Patin von unseren drei Jungstörchen und kam zu uns nach Haringsee. Die drei Störche bekamen die Namen Trude, Marianne und Rudi. Die drei Storchenkinder sind Ende April geschlüpft. Sie wurden von ihren Eltern Louis und der flugunfähigen Mona-Lisa liebevoll betreut und haben sich im August dem Vogelzug angeschlossen und sind nach Afrika gezogen.

     

     

    Seeadler Dominic kam im Jänner als Pflegling zu uns. Der junge Adler wurde als Nestling in Österreich beringt und mit einem Sender ausgestattet. Sein Weg führte ihn nach Tschechien, wo er sich leider eine schwere Flügelverletzung zuzog. Glücklicherweise gelang es den Vogel zu bergen und zu uns zu überstellen. Hier ist er mittlerweile in eine eigens für ihn gebaute Voliere eingezogen und wird aufgrund seiner Verletzung als Dauerpflegling bei uns bleiben.

     

     

    Zwei Spaziergängerinnen fanden bei einem Ausflug ein geschwächtes Mauswiesel. Das Kleine dürfte den Anschluss an seine Familie verloren haben und war schon ganz unterkühlt und ausgehungert. Bei uns hat es sich sehr gut erholt und begann bald außer Aufzuchtsmilch auch festes Futter zu sich zu nehmen. Im Sommer konnten wir das Kleine schließlich erfolgreich wieder auswildern.

     

     

    Jämmerlich quiekend wurden diese drei kleinen Igelbabys gefunden. Die kleinen Waisenkinder konnten geborgen werden und wurden von uns zur Aufzucht übernommen. Hier entwickelten sie sich prächtig zu selbstständigen Jungigeln und konnten von uns im Sommer erfolgreich ausgewildert werden.

     

     

    Im schadhaften Zaun einer Pferdekoppel wurde ein Uhu, der sich in den Zaunschnüren schlimm verfangen hatte, gefunden. Seine Zerrungen wurden medizinisch versorgt und gepflegt, und wir hoffen ihn bald wieder an seinem Fundort freilassen zu können. Denn offensichtlich wird er von einem zweiten Uhu, der dort mehrmals aufgetaucht ist, schon vermisst.