Gefahr Straßenverkehr

Feldhase © Jozef Mihok
Rehe © Stefan Knöpfer
Igel © Stefan Knöpfer
Kröten bei der Paarung ©VIER PFOTEN
Krötenwarnschild © VIER PFOTEN
 

Für viele Wildtiere stellt der Autoverkehr eine der größten Gefahren für ihr Überleben dar

 

Achtung Wildwechsel

In Schrecksituationen, oder wenn die Tiere sich während der Paarungszeit gedankenlos hinterherjagen, rennen Rehe, Hasen und andere Wildtiere ohne Rücksicht über Straßen. Oft laufen die Tiere lange Zeit parallel zur Straße, um dann abrupt die Richtung zu wechseln. Wenig befahrene Straßen stellen eine besondere Gefahr dar, weil die Tiere diese oft gar nicht als potentielle Gefahr kennen.

Bitte nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf Verkehrszeichen, die vor Wildwechsel warnen. Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung queren Wildtiere die Fahrbahn, um zu ihren Futter- oder Schlafplätzen zu gelangen. Fahren Sie besonders vorsichtig, langsam und jederzeit bremsbereit. Rechnen Sie immer damit, dass nach einem über die Straße gelaufenen Tier noch ein zweites oder sogar mehrere folgen können. Um die Tiere nicht zu blenden ist es sinnvoll, das Abblendlicht einzuschalten.

Igel flüchten nicht

Igel sind keine schnellen Läufer. Aus diesem Grund verteidigen sie sich gegen Fressfeinde, indem sie sich zu stacheligen Kugeln zusammenrollen. Diese Vorgehensweise hilft ihnen im Straßenverkehr leider überhaupt nicht und so werden jährlich tausende Igel Opfer von Autos.

Bitte denken Sie daran, dass ein vor ihnen auf der Fahrbahn auftauchender Igel nicht flüchten wird. Fahren Sie langsam an ihm vorbei oder bleiben Sie rechtzeitig stehen und warten, bis das Tier die Fahrbahn verlassen hat.

Krötenwanderung

Im Frühjahr begeben sich Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Leider sind diese in unserer zersiedelten Landschaft kaum mehr ohne die Überquerung von Straßen zu erreichen. Der Autoverkehr wird so jährlich für unzählige Amphibien zur Todesfalle.

Krötenzäune, die zur Zeit der Amphibienwanderungen neben der Fahrbahn montiert werden, retten viele Leben. Wenn Sie eine Gefahrenstelle kennen, erkundigen Sie sich bei einer Natur- oder Tierschutzorganisation in ihrer Nähe über die Möglichkeit dort einen solchen Zaun anzubringen. Helfen Sie beim Einsammeln der Tiere und bringen Sie diese sicher auf die andere Straßenseite. Als Autofahrer achten Sie bitte unbedingt auf Warnschilder, und fahren Sie dort besonders langsam und vorsichtig.