Eulen streicheln - Nein danke!

Ein nachtaktiver Uhu wird als Streicheltier missbraucht
© VIER PFOTEN

Regelmäßig sieht man in sozialen Netzwerken Bilder oder Filme von Eulen und Greifvögeln, die von Menschen gestreichelt werden oder in einem Wohnzimmer mit Glubschaugen in die Kamera schauen.

Diese Aufnahmen erwecken bei vielen Leute den Anschein, als würden die Vögel menschliche Berührungen und ein Leben als Heimtier genießen.

Das ist leider ein fataler Irrtum, denn den Tieren ist ihr Leiden durch fehlende Gesichtsmimik nicht gut anzusehen.

Nur Jungvögel, die ihren Eltern weggenommen und von Menschen handaufgezogen werden, dulden Berührungen von Menschen, dann aber auch nur von jenem Menschen, der sie aufgezogen hat.
Solche fehlgeprägten Vögel halten sich selber für Menschen und sind durch ihre Aufzucht psychisch gestört. Sie sind ihr ganzes Leben nicht fähig, ein normales, artgerechtes Leben mit Artgenossen zu führen.

Deshalb ist die Handaufzucht und Fehlprägung von Eulen und Greifvögeln durch das österreichische Tierschutzgesetz verboten!

Streicheln ist unter Eulen oder Greifvögeln kein natürliches Verhalten. Die Tiere betreiben während der  Paarungszeit gelegentlich gegenseitig Gefiederpflege im Bereich des Kopfgefieders. Andere Berührungen stellen für sie aber meist eine Bedrohung, z.B. von einem Fressfeind, dar.

Alle Wildtiere haben eine natürliche Scheu vor Menschen und empfinden eine Annäherung oder gar Berührung als großen Stress.

Das Schließen der Augen und Wegdrehen des Kopfes sind eindeutige Zeichen für Missfallen. Da die Vögel immer an den Beinen mit Bändern, dem sogenannten Geschüh, gefesselt und festgehalten werden, haben sie keine Möglichkeit, den für sie unangenehmen Berührungen zu entkommen.

Bitte klären Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Bekannten auf, dass diese scheinbar niedlichen Aufnahmen Tierquälerei darstellen!

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