Nistkästen bauen

Schleiereulen Nistkasten

Nistkasten Schleiereule © EGS

Schleiereulen haben als Kulturfolger früher vom Menschen profitiert. Scheunen boten ihnen die nötigen nahrungsreichen Winterquartiere, Kirchtürme und Dachböden die geeigneten Brutplätze.
Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft sowie dem Umbau vieler Dorfkirchen und Häuser wurden ihnen ein Teil der Nahrungsgrundlage sowie ihre Brutplätze genommen.

Hilfsmaßnahmen für diese Eulen beinhalten die Öffnung von Kornspeichern, Scheunen und Ställen als geschützte Winterquartiere, in denen Mäuse genug Nahrung bieten.

Auch das Anbringen von Nistkästen ist eine wichtige Hilfestellung für Schleiereulen.
Der Schleiereulennistkasten muss zum Wohlbefinden der Tiere relativ große Ausmaße besitzen. Schleiereulenkinder laufen, spielen und tollen gerne in ihrem Nest herum, außerdem kopuliert das Elternpaar nur im Inneren des Kastens. Da Schleiereulen die Dunkelheit lieben, wird der Nistkasten durch eine Trennwand unterteilt. Das verhindert störenden Lichteinfall.

Anbringung:

In Scheunen, Stallungen, Wirtschaftsgebäuden, Kirchtürmen oder Wohnhäusern unter dem Dach mit der Ausflugsöffnung nach draußen. Mindestabstand zum Giebel 80cm um den Einstieg Mardersicher zu machen. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, S, SO oder O eignen sich am besten.

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Turmfalken Nistkasten

Nistkasten Turmfalken © EGS

Turmfalken können selber keine Nester bauen. Durch Anbringen von Nistkästen kann die Siedlungsdichte wesentlich vergrößert werden. Zudem bieten Nistkästen den brütenden Falken, ihrem Gelege sowie ihren Jungen Schutz vor Witterungseinflüssen: in Halbhöhlen brütende Falken haben durchschnittlich um ein Junges mehr als Paare, die in offenen Krähennestern ihre Jungen aufziehen.

Anbringung:

Turmfalken bevorzugen möglichst hoch angebrachte Nistkästen. An Einfamilienhäusern, Stallungen oder Scheunen unter dem Dachvorsprung oder auf  Bäumen in mindestens 4-5m Höhe. Für die Montage an Bäumen eine Leiste (mindestens 10cm breit) an die Rückwand des Kastens schrauben und diese mit starken Nägeln (halten erfahrungsgemäß länger als Schrauben) am Baumstamm befestigen. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, SO oder O eignet sich am besten.

Die oben angegeben Maße können natürlich an spezielle Baulichkeiten  angepasst werden. Die Größe der Grundfläche sollte in etwa eingehalten werden.
Turmfalkenjunge, die von ihren Eltern in Gebäudenischen oder auf Fensterbrettern großgezogen werden, haben ein erhöhtes Risiko aus ihren Nestbereichen abzustürzen. Zu ihrer Sicherheit sollte ein mindestens 10 cm hohes Brett an die offene Seite geschraubt werden.

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Steinkauz Nistkasten

Nistkasten Steinkauz © EGS

Neben dem Verlust des Lebensraumes stellt auch der Verlust von Brutmöglichkeiten den Steinkauz vor große Probleme. Mit dem Anbringen von Nistkästen kann man diese Art in ihrem Bestand unterstützen. Ein Steinkauz Paar bevorzugt ein Revier mit mehreren Nistkästen um  den passendsten Platz selber wählen zu können. Eine Trennwand im Nistkasten verhindert störenden Lichteinfall.

Anbringung:

In 3-4m Höhe an einem Baumstamm oder in einer Astgabel befestigen. Für die Montage am Baumstamm zwei Leisten (siehe Bauplan)  an die Rückwand des Kastens schrauben und diese mit starken Nägeln (halten erfahrungsgemäß länger als Schrauben) am Baum fixieren. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, SO oder O eignet sich am besten.

Steinkauz Nistkästen sollten nach der Brutsaison gereinigt werden. Da sie sehr lang und schmal sind entsteht in ihrem Inneren sehr leicht ein sogenanntes ‚Kloakenmilieu‘. Das jährliche Erneuern der Einstreu kann dem entgegen wirken.

Wichtig ist auch, die Nistkästen möglichst unzugänglich für Marder aufzuhängen. Einzel stehende Bäume können mit einer glatten Blechmanschette ausgestattet werden. Das hindert Marder und andere Beutegreifer am Hochklettern.

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Dohlen Nistkasten

Nistkasten Dohlen © EGS

Um die Wohnungsnot der Dohlen zu mildern kann man im Garten oder an Gebäuden spezielle Nistkästen aufhängen. Dohlen sind Koloniebrüter und fühlen sich besonders dort wohl, wo sie gemeinsam mit Artgenossen eine Brutmöglichkeit vorfinden. Das Nest wird von ihnen sehr sorgfältig aus Ästen und Lehm in den Nistkasten hineingebaut.

Anbringung:

In mindestens 4m Höhe nebeneinander an Gebäuden oder Bäumen aufgehängt, bieten mehrere Kästen einer Kolonie Platz.
Für die Montage am Baumstamm eine Leiste (siehe Bauplan) an die Rückwand des Kastens schrauben und diese mit starken Nägeln (halten erfahrungsgemäß länger als Schrauben) am Baum fixieren. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, SO oder O eignen sich am besten.

Wichtig ist auch, die Nistkästen möglichst unzugänglich für Marder aufzuhängen. Einzel stehende Bäume können mit einer glatten Blechmanschette ausgestattet werden. Das hindert Marder und andere Beutegreifer am Hochklettern. An Hauswänden sollte der Abstand des Nistkastens zum Giebel oder Dachrand mindestens 100 cm betragen.

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Waldkauz Nistkasten

Nistkasten Waldkauz © EGS

Waldkäuze bevorzugen zur Eiablage und Jungenaufzucht bequem geräumige Baumhöhlen mit einem großen, schräg nach oben gerichteten Flugloch. In einem mit Bäumen bewachsenen Garten kann ein in einigen Metern Höhe angebrachter Nistkasten diese Höhlen ersetzten und somit einem Waldkauzpaar einen Nistplatz bieten.

Anbringung:

Möglichst hoch mindestens aber in 4-5m Höhe an einem Baumstamm oder in einer Astgabel befestigen. Für die Montage am Baumstamm eine Leiste (siehe Bauplan) an die Rückwand des Kastens schrauben und diese mit starken Nägeln (halten erfahrungsgemäß länger als Schrauben) am Baum fixieren. Die Ausflugsöffnung sollte möglichst nicht wetterseitig gelegen sein, SO oder O eignet sich am besten.

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