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Baby-Mauswiesel gerettet

01.06.2017
In letzter Sekunde konnten wir das kleine Mauswiesel retten. Die Mutter hatte ihr Baby offensichtlich verloren, wahrscheinlich bei einem Quartierwechsel.

Wiesel sind die kleinsten Beutegreifer der Welt.

Lilly ist flink wie ein Wiesel. Das quirlige Wieselmädchen ist kaum zu halten.

Das kleine Mauswiesel-Weibchen wurde ausgerechnet im Garten des Waldviertler Sommerhäuschens von Dr. Hans Frey, unserem wissenschaftlichen Leiter, gefunden. Völlig ausgekühlt, nass und schwach lag das Baby in der Wiese. Nach ihrem Zustand zu schließen, war sie schon länger alleine – und viel länger hätte sie auch nicht mehr ausgehalten.

Dr. Frey hat sie dann auch schnell in unsere Station gebracht, wo sie erstversorgt und gewärmt wurde. Seither erholt sich der kleine Wieselwelpe erstaunlich schnell. Von uns hat die Kleine den Namen Lilly bekommen. Und Lilly ist eindeutig der neue Herzensbrecher der Station. Sie ist wirklich entzückend und sprichwörtlich wieselflink: Man kann sie kaum einfangen, und Fotografieren ist eine echte Herausforderung.

Mauswiesel werden auch im Erwachsenenalter nicht größer als ca. 20 cm und ernähren sich – daher der Name - hauptsächlich von Mäusen. Für Biobauern sind sie eine willkommene und wichtige Unterstützung. Es ist gerade deshalb absolut unverständlich, dass diese herzigen kleinen Beutegreifer laut Jagdgesetzen in den östlichen Bundesländern Österreichs ohne Schonzeiten ganzjährig bejagt werden dürfen.

Alle Fotos: © Stefan Knöpfer